Kirchen und ihre Bedeutung für uns

Dezember 17, 2008 von gocci

Lieber Jancito,

heute mal nur für dich eine kleine betrachtung des themas kirche. in deinem ausgezeichneten blog

South-American Stories, http://jancito.wordpress.com/  ,

hast du dich neulich mal gefragt, warum in teufels namen müssen wir touristen eigentlich immer die kirchen der städte besuchen, warum nur gehören diese dinge zu den sehenswürdigkeiten, die man nicht auslassen darf? nun, ohne vorher bei wikipedia nachzulesen, will ich dir einmal etwas frischen wind in dein unchristliches hirn blasen und dir zeigen, dass es auf deine törichte frage viele antworten gibt. (endlich mal die gelegenheit das wort töricht zu verwenden. und: leider werden den link zu deiner seite nur wenige menschen klicken. hier ist etwa so viel los wie auf einem friedhof morgens um 5. ach, hallo markus! :-) )

1. die höhe

zunächst sollte dir klar sein, dass ein bauwerk in der größe einer durchschnittlichen kirche wenigstens auffällig ist. das liegt wohl daran, dass man in früheren zeitaltern der ansicht war, dass das “gotteshaus” das größte gebäude einer stadt, eines dorfes sein sollte. auch innen wurde damit dem gefühl einer nähe zu gott rechnung getragen. und ist es auch heute in vergessenheit geraten,früher wurde jedes gebäude, dass sich anschickte höher zu werden als die kirche, als gotteslästerlich empfunden. es stand den menschen nicht zu, so anmassend zu sein. daher waren kirchen immer anziehungspunkt, weil sie die dächer der stadt überragten. weiterer vorteil: as glockengeläut ist überall gut zu hören. (vielleicht auch ein nachteil für gottlose menschen wie dich, die sonntag morgens noch im bett liegen, mit kopfschmerzen…)

2. das alter

moderne kirchen gibt es zwar auch, und auch wenig schöne, doch zumeist handelt es sich bei den sightseeingspots der touristenziele um alte kirchen. richtig alte. die stehen da schon hunderte jahre rum, und sehen immer noch gut aus. werden restauriert, manchmal auch noch immer fertig gestellt, weil es eben lange dauert, trotzen der witterung. und unzählige menschen sind ein und aus gegangen, haben da geheiratet und andere fehler begangen. die kirchen haben menschen kommen und gehen sehen, wechselnde politische und wirtschaftliche systeme konnten ihnen nichts anhaben. die schattenorganisation kirche hat durchgehalten und ihre bauwerke geschützt.  das merkt man, wenn man da rein läuft in so ne kirche, nicht wahr, jan? eine kirche erinnert uns an unsere eigene vergänglichkeit, aber auch an unser aufgehoben-sein in der gemeinschaft der menschen. wahrlich beeindruckend.

3. die kunst

wie du in den ersten beiden abschnitten schon erahnen konntest, kostet so eine kirche vermutlich ganz schön viel geld: das größte haus, die unterhaltskosten über die jahrhunderte, die heizung etc.: den kirchen ging es sehr gut, sonst hätten sie nicht das nötige kleingeld gehabt, um solche kästen hinzustellen! doch nicht nur höhe, größe, material spielen dabei eine rolle. die kirchen boten architekten und künstlern möglichkeiten, die einmalig waren: welcher architekt konnte schon von sich behaupten solche riesigen kirchen zu bauen. da gab es nur eine handvoll, und entsprechend ehrgeizig waren dann auch die bauvorhaben dieser leute. ebenso die künsler, die für die gestaltung der decken, wände, fenster, altarräume usw. verantwortlich waren. die konnten doch dinge realisieren, für die woanders kein platz und kein geld war. (denk bitte an die sixtinische kapelle. ich weiß, du warst noch nie da, du willst auch nicht hin… .-)) und warum? weil auch hier wieder der ansatz war, dass im haus gottes alles schöner, größer, prächtiger sein muss, als bei den normalos. alles andere wäre nicht würdig genug gewesen.

4. die lage

warum du dir immer ne kirche ansiehst? weil sie meistens im zentrum der stadt steht, und aussenrum gibts ne altstadt, ein museum, einen park, nen fernsehturm etc. wenn du schon mal da bist, dann solltest du dir eben auch die kirche ansehen.

5.  die ruhe

diesen punkt brauchst du nicht zu lesen, denn es geht um besinnlichkeit, lieber jan, um ruhe, um einen ort, an dem die hektik der welt vor der tür bleibt. an dem man zu sich finden kann. ja, leute beten sogar in kirchen. ich weiß, das sind alles fremdworte für dich, lieber homocito. egal, eigentlich auch bescheuert, dass es in kirchen immer so ruhig sein muss. flüster, flüster und so. dabei wäre eigentlich grade die akustik in kirchen dafür gemacht, mal ein rockkonzert zu veranstalten. schalt doch beim nächsten besuch mal dein walkmanhandy an… :-)

6. die bänke

du bist die ganze zeit durch die stadt gerannt, in der glühenden mittagssonne? na, dann lädt dich die kirche vor ort zu einer kleinen pause ein, “lädt zum verweilen ein” würde ein waldgasthof titeln. kostenlose sitzgelegenheiten, kein zwang einen kaffee zu kaufen, schutz vor regen und sonne. alles das kriegst du umsonst in der kirche. ich denke, dieses argument überzeugt geizige genossen wie dich am ehesten. es soll sogar leute geben, die in der kirche schlafen, und zwar nicht nur während der christmette an heiligabend.

jan, mach fotos von vielen kirchen. denk dran, jedes land hat seine eigene kirchenarchitektur, an der du sehr viel über die lebenseinstellund der landesbewohner erkennen kannst. ungefähr so wie beim fussball: jede nation spielt anders. und veröffentliche die dann, ja?

ich bin gespannt!

ganz liebe grüße nach argentinien, ich vermisse dich,

gruß gocci

fotos zum spiel

Oktober 22, 2008 von gocci

viele sind es nicht, aber ich dachte, so ein zwei fotos könnte man mal noch nachreichen.

grüße übrigens an meinen exklusivleser markus!

arbeiten auf dem ponyhof

September 16, 2008 von gocci

nun denn, der 4wöchige arbeitsaufenthalt in heusenstamm nahe offenbach nahe frankfurt am main begann.  die ersten tage wurde ich etwas auf die auf mich zukommenden aufgaben als marketing assistent bei der firma olymp (olymp car-detailing) eingestellt und vorbereitet. das bedeutete viel telefonieren und emails schreiben, zuhören und labern und genau aufpassen, was man wie sagt. ich arbeitete schliesslich im vertrieb, das herz einer jeden firma, wie mir mein abteilungsleiter versicherte. also hiess es, sehr gut zu sein, schliesslich wollte ich für mein geld auch etwas leistung bringen.

mein lehrer war ein guter: tim zeigte mir anschaulich die kniffe und tricks des modernen marketingstrategen und verbesserte mich permanent, wenn ich zu nachlässig war. sehr gut! doch auch ich lernte einigermassen schnell. und sicher half mir dabei meine langjährige, ja viel zu langjährige tätigkeit im verkauf. babbeln kann der gaab eben.

in der ersten woche befasste ich mich mit den messen automechanika, gamesconvention, ifa berlin, photokina und natürlich der iaa nutzfahrzeuge in hannover. ich war erfolgreich. einigermassen jedenfalls.

doch in der zweiten woche kam dann ein riesenprojekt auf mich zu. huijuijui. das war aber mal was. zum glück konnte ich mich bis dahin noch etwas im büro aklimatisieren und freundschaften mit den kollegen schliessen. spätestens nachdem ich in der mittagspause mehrfach für die belegschaft gekocht hatte, war meine stellung in der firma gesichert. allerdings musste meist fleisch auf den tisch, ein rein vegetarisches gericht wurde dann doch mit einem stirnrunzeln abgelehnt. begreife das wer will, aber so wars. was der bauer nicht kennt, isst er nicht.

auch an den abenden wurde es mir im gästehaus der firma nicht langweilig, denn meistens hatte ich schlafnachbarn, die am abend anreisten und am morgen zu einem einsatz in aller herren länder aufbrachen. die hatten was zu erzählen, kann ich euch sagen. aber eigentlich wollten sie alle nur pizza essen, ein bier trinken und rauchen. das passte mir genau ins programm. ich wollte auch nur rauchen. war jedenfalls immer sehr lustig und turbulent.

an den wochenenden hatte ich dann die gelegenheit mit einem der zahlreichen firmenwagen nach heidelberg zu meinen eltern zu fahren. ne stunde fahrt und ich war schon da. hurra. und die haben sich erst gefreut. so vergingen die ersten tage wie im flug und ich sollte nun die große aufgabe “golf kongress berlin” schultern…

dazu das nächste mal mehr!

Deutschlandreise

August 14, 2008 von gocci

ich weiß nicht, ob jemand dieses spiel noch kennt: deutschlandreise. gab es auch als europareise und vermutlich auch als weltreise. ein wunderschönes würfel-brettspiel für die ganze familie. man reiste durch deutschland und musste verschiedene städte besuchen, wo man auch noch die ein oder andere information über die jeweilige stadt bekam. herrlich. sonntagnachmittags. danach kaffee und kuchen. schön.

so ähnlich fühle ich mich im nachhinein, denn auch für mich hiess es dieses jahr 4 wochen lang: deutschlandreise. im prinzip genauer: in 30 tagen einmal rum.

start der sommertour war in hannover, dort ab nach köln. schönes köln. eine stadt die vor allem nette menschen zu bieten hat, wie mir scheint. strahlt einen gewissen provinziellen charme aus, etwas gemütliches. dort besuchte ich meinen lieben freund tolga und seine schwester stella. das war sehr beeindruckend, denn bei stella hab ich hautnah mitbekommen, wie toll man seine kinder erziehen kann. was hat die nur schon alles richtig gemacht, diese mutter. wirklich toll. so macht dieses eltern-kind-ding anscheinend wirklich spass. und zwar beiden. es war nämlich nicht so, dass die kleine selma ein bilderbuch-braves kind war, nein, die beiden waren einfach aufeinander eingespielt und bildeten ein team. hervorragend!

hab in köln kaum sightseeing gemacht, musste nicht sein, stattdessen lieber am nächsten tag den csd angesehen. matrosen und cowboys überall. männer sind anscheinend doch kinder. (ich wußte das aus eigener erfahrung natürlich schon vorher. :-) )

das war dann auch genug, um mich das wochenende beschliessen zu lassen, und abzureisen. und zwar von köln nach heusenstamm, nahe offenbach. kleiner zwischenhalt in frankfurt, dann in mein domizil für 4 wochen, das büro der firma olymp.

ich kam samstag abends an, erster arbeitstag sollte der montag sein. den sonntag hatte ich mir für einen besuch in hanau eingeplant. denn dort fand just der love family park statt, eine openair-veranstaltung mit elektronischer musik, vom großvater des techno, sven väth. sieht überraschend gut aus, der mann. gar nicht so verbraucht, wie man es denken würde, wenn sich seinen lebensstil vorstellt. vielleicht lebt er ja auch völlig gesund? hat in goa ausgewogene ernährung und lichttherapie kennengelernt? so muss es sein.

ich tanzte etwas, allerdings nicht zu ausgelassen. traf hier und da bekannte gesichter. gegen 20uhr ba nach haus. morgen sollte es losgehen mit der arbeit. ich war gespannt.

der abschied teil 2

Juli 9, 2008 von gocci

okay, okay, die resonanz war nicht wirklich überwältigend, aber sei es drum:

der spielbericht muss folgen!

schönen guten abend und herzlich willkommen meine damen und herren bei einer begegnung, die so sicherlich nur ein einziges mal in einem fussballerleben zustande kommt. denn die karriere des mannes, zu dessen ehre sich heute hier nicht nur die creme de la creme des hannoverschen fussballs zusammen gefunden hat, nein, auch aberhunderte zuschauer und anhängerinnen des blonden vorzeigevorstoppers sind gekommen, ja, die karriere dieses dauerläufers geht zu ende und ich verspreche ihnen sicherlich nicht zuviel, wenn ich ihnen heute ein fussballerisches feuerwerk verspreche, dass alles zu bieten hat, was diesen sport zu dem macht, was er ist.

doch halten wir zunächst einen moment inne und blicken zurück auf diese lange sportliche berg- und talfahrt, die der athletische mittelfeldmotor hinter sich gebracht hat. ja, eine emotionale geisterbahnfahrt haben andere das schon genannt, ich möchte nur soviel sagen: an glanzlichtern und höhepunkten war diese zeit sicherlich arm. doch das hat gocci gaab niemals davon abgehalten, weiterzumachen, nein, und da lebte er seinen sport ganz im sinne von torwarttitan oli kahn: es geht immer weiter, hat er, der lange kerl aus dem süden, sich auf seine persönliche fahne geschrieben. immer vorwärts, doch dann auch wieder hinter den ball kommen, gegen die lederkugel arbeiten und defensivarbeit verrichten. gerade das hat ihn in den augen all seiner trainer immer so wertvoll gemacht, so zuverlässig und gleichzeitig unberechenbar, denn emotionale ausbrüche und hasstiraden gegen den schiedsrichter gehörten ebenso dazu, wie die vielen clever genommenen fouls und kleinen beleidigungen im vorbeigehen.

ein mann mit zwei gesichtern, sagt man, ist er doch im leben neben der zweitschönsten sache der welt, ein eher ausgeglichener vertreter. doch das ist kein widerspruch, nein, das sind nur zwei seiten ein und derselben medaille, des selben menschen.

sehen wir uns einmal die beiden mannschaften an:

auf der einen seite, ganz in gelb, die bienen von der klusriede, die elf, die vor allem durch undiszipliniertheiten aufgefallen war im vergangenen jahr, und zu der der heutige ehrengast gerade deshalb so ausgezeichnet passte. die elf ist sicherlich stark aber auch nicht zu unterschätzen, denn der ein oder andere wichtige spieler fehlt heute auch, diese elf hat sich einiges vorgenommen, um hier nicht nur slamlomstangen zu spielen, nein, man will hier und heute zeigen, was man kann, und das ist gewinnen, so hat das der kopf der mannschaft ufuk sahin, das mittelfeldphantom vor dem spiel noch einmal bekräftigt.

wichtiger, ausgefallener, ja, ich möchte sagen: skuriler, ist aber die mannschaft in weiß, ja, passend sicherlich, denn ganz in weiß mit einem blumenstrauß, so wird gocci heute hier verabschiedet, und ebenfalls in weiß möchte seine mannschaft heute eine ballettreife vorführung bieten, denn, und das war schon immer so für den blonden blitz, er weiß, dass das publikum ansprüche hat, und die will er auch befriedigen!

in weiß also heute die gocciallstars, eine sammlung von genie und wahnsinn, ein team, das alles erreichen aber auch alles zerstören könnte, was in neunzig minuten möglich ist, eine bulldozer-trifft-vorschlaghammer-trupper, ein tornado der guten laune und des frohsinns. diese elf, nein es sind ja weit mehr als nur elf spieler, es sind 23 geworden, dieses team wird gras fressen, roten sand atmen und meter machen, ackern, laufen, grätschen, alles deutsche tugenden, die gocci zu dem gemacht haben, was er heute ist. doch, und da habe ich vorhin ganz genau hingehört vor dem spiel, als gocci sein team noch einmal eingeschwört hat, das wird nicht das wichtigste sein, nein, das wichtigste, und da kann ich nur zitieren, was die zentrale figur des heutigen spiels gesagt hat, das wichtigste wird sein, “dass wir heute spass haben!” “habt freude am spiel, geniesst jeden ballkontakt, freut euch an euch, an den andern und am ball.” das sind natürlich weise worte, weisheiten, die nur durch die lange, lange erfahrung und die reflektion über diesen sagenhaften sport zutage gefördert werden können.

doch zu spielbeginn sah es überhaupt nicht nach einem freundschaftlichen spiel zweier gleichberechtigter mannschaften aus. stattdessen gab es schon nach nur 5 minuten die ersten differenzen mit dem souverän leitenden schiedsrichter vildan rovcanin, der sich den zorn ebenjenes torphantoms ufuk sahin zuzog, als er ein faul am irakischen tempomonster daniel raad ahndete, das keines gewesen sein sollte. hitzige gemüter, hitziges wetter, fussball, ganz klar, dass es da zu auseinandersetzungen kommen musste. und gocci brachte auch alles verständnis dafür auf, war er doch selbst schon viel zu oft laut geworden.

nach ruppigem sart fanden die akteure dann aber doch zurück ins spielerische geschehen und so konnten die mitgereisten schlachtenbummler eine ansehnlich anfangsviertelstunde sehen, arm an höhepunkten, aber intensiv vor allem im mittelfeld geführt. danach setzte sich die individuelle klasse der eingekauften allstars durch und sehenswerte einzelaktionen brachten den mannen um gocci eine frühe führung. das wirkte auf die spartaner, diese bienen, wie eine kalte dusche und so plätscherte das spiel bis zur halbzeit etwas dahin, sicherlich auch den hohen, ja, sehr hohen temperaturen geschuldet. wahnsinnig heisses wetter, am spielfeldrand wenig wasser, mehr bier und die irrsinnige vorgabe, dass jeder spieler, der grade platz auf der auswechselbank nahm, sofort eine zigarette inhaliern musste, waren sicherlich nicht nur abträglich für die kondition sondern auch für die konzentration der recken um gocci gaab. um so schlimmer natürlich, dass dieser technikbolzen gocci ausgerechnet die guten russischen krebszigaretten geordert hatte und nun alle husteten.

lässt man selbst nach, dann nutzt ein guter gegner diese schwächephase, nur gut, dass auf der anderen seite eben kein guter gegner stand, sondern nur sparta, mit einem rotierenden christian kreil im mittelfeld, der überall war, aber dennoch nichts ausrichten konnte. so ging es also mit einer 2-tore-führung in die pause, die alle nutzten, um ein bier zu trinken und eine zigarette zu rauchen.

es lief alles nach plan.

eine pausenbesprechung wurde im bierseligen gestammel überflüssig und viel zu schnell pfiff der übereifrige rovcanin zum zweiten spielabschnitt. jetzt war man wacher, man wollte den fans und den freundinnen noch zeigen, was man für dicke eier hat. und so kam es denn auch, die allstars zogen in überzeugender manier davon, während die spartaner immer mehr zurücksteckten und sich in gegenseitigen vorwürfen verstrickten. so konnte auch ein an diesem tag schwach aufspielender gocci zu mehreren torchancen kommen, die er aber allesamt kläglich vergab. immer wieder waren es nämlich aussbahnflitzer robby echelmeyer und der ebenso starke ittakkerexpress gianluca bossio, die über die flügel den kopfballschwachen 2m-mann einzusetzen wussten. nicht unerwähnt bleiben darf dabei, dass dieser nervenkranke blondi sogar einen an ihm selbst verschuldeten strafstoß in jämmerlicher manier vergab, ehe er dann doch noch unter freundlicher mithilfe von spartakeeper alex kreil zu einem ehrentor an seinem ehrentag kam. auf der gegenseite dagegen liess der torwarthüne, der schattenboxweltmeister, der faustabwehrgott rené nichts zu und so zog man auf 7:3 davon. kein wunder, sah doch der bärtige ukrainer so furchterregend aus, dass sich viele der spartaner gar nicht in den strafraum trauten. fanstastisch!!!

die stimmung im fussballrund wogte hin und her, die fangesänge wurden lauter und undeutlicher, aber es wurde gegröhlt, was das zeug hält. stimmungpur. ich möchte sagen: gänsehautatmosphäre!

durch diese atmosphärische störung unaufmerksam geworden gestatteten die allstars den bienen von der emil-berliner-strasse noch ein oder zwei leichte treffer, die auch der zu diesem zeitpunkt im tor spielende gocci, der harald schuhmacher unter den jackett-kronen-trägern, nicht verhindern konnte. sagenhaft, es ging ein flüstern durchs stadion und wenn man genau hinhörte, dann verstand man: gooooooooottssscchhhhhhiiiiiiiiiiiiiii! flüster, flüster.

toll, toll, toll.

endergebnis, es war uninteressant. für die statistiker: rovcanin hatte ein 9:4 gesehen, war sich aber selbst nicht ganz sicher, ob es nicht doch mehr tore waren. aber masse macht es nicht aus, nein, die qualität der tore war das, was den spartacoach günter wieczorek verzückte, und so hob er flehend die hände zum himmel und bat den fussballgott dort oben, er möge diesen gocci noch einmal umstimmen.

es half alles nichts, das spiel war aus, aus, aus, ein abschliessendes elfmeterschiessen konnte am sieg der allstars nichts mehr ändern und so erging sich alles in wohlgefallen!

wer nicht dabei war, ich kann es nur so sagen, der hat etwas verpasst!

TOP!

kein tag wie jeder andere

Juni 13, 2008 von gocci

herzlich willkommen, erster eintrag, neue leserschaft, es ist der startschuss in eine bessere zukunft! nicht weniger verspreche ich mir von diesem blog, der für mich und dich ein täglicher quell der freude werden soll. gut, gut, täglich wollen wir mal nicht erwarten. denn die qualität schlägt die quantität und deshalb verfahre ich nach der “weniger ist mehr”-maxime.         ich will nicht viele worte machen, sondern loslegen.

wenn man mit etwas aufhört, was man jahrelang getan hat, was zu einem ritual oder einer gewohnheit oder sogar einer charaktereigenschaft geworden ist, dann bedeutet das eine gewisse umstellung. und um so eine veränderung in meinem leben ging es letzten sonntag, 16 uhr.

etwas vorbereitung hatte es gekostet, 5 kisten bier, telefonate en masse, und etwa 300 sms, die ich mit verve geschrieben habe. und das alles um etwa 40 fussballer zusammenzutrommeln, damit ich ein letztes mal gegen den ball treten kann, und zwar im kreise meiner freunde, mitspieler und fans. fantastisch!